Software und Circular Economy

Software unterstützt Circular Economy, gleichzeitig dienen die Instrumente der Kreislaufwirtschaft als Werkzeuge für eine zirkuläre Software-Entwicklung. Diese Erkenntnis reifte während eines Workshops. Es kam die Diskussion auf, inwieweit Software selbst als zirkulär angesehen werden kann. Digitalisierung, Big Data und weitere Software-Lösungen hatte ich bisher vor allem als Enabler für Kreislaufwirtschaft angesehen, weniger als Objekt für die Nutzung zirkulärer Strategien selbst. In diesem Beitrag gehe ich sowohl darauf ein, wie Software Circular Economy unterstützt als auch welche Analogien zwischen Software und Zirkularität bestehen.

Woran erkennen Jobsuchende ein nachhaltiges Unternehmen?

Immer mehr Menschen suchen nach einer anderen Art der Arbeit, und damit oft auch nach anderen Unternehmen. Bei unserem Workshop zur Umsetzung der Gemeinwohl-Ökonomie im Unternehmen kam letzte Woche wieder eine Diskussion auf, wie man diese findet. Einer der Teilnehmer arbeitet im Recruiting und erhält diese Frage von den Bewerbern, mit denen er spricht, immer öfter. Sie suchen Unternehmen als zukünftige Arbeitgeber, die sinnstiftend und wirklich nachhaltig unterwegs sind. Und gerade in den jüngeren Generationen gibt es einen größeren Anteil an Menschen, die nicht primär nach finanziellen Kriterien ihren Job suchen, sondern dort arbeiten möchten, wo sie etwas bewirken können. Und einen Sinn in dem sehen möchten, was sie tun. Das können sie im Interview herausfinden, in dem Sie die Beteiligten fragen, warum sie im Unternehmen arbeiten.

EUvsVIRUS Hackathon – Wie komme ich zu schnellen Prototypen?

Letztes Wochenende war ich beim Innovations-Hackathon EUvsVIRUS als Mentor für 10 Teams dabei. Es ging darum, Lösungen für die COVID19 Problematik auf verschiedenen Ebenen zu finden. Wir waren im Rahmen der Challenge „Business Continuity – New and resilient business models“ eingesetzt. Insgesamt war es eine beeindruckende Erfahrung für mich, nicht zuletzt durch die Menschen, mit denen ich arbeiten durfte.

„Greenwashing“-Vorwurf trifft oft die Falschen

Ich bin in verschiedenen Netzwerken aktiv, bei denen es um nachhaltiges Wirtschaften geht. Ob bei den Gemeinwohlökonomie Beratern oder der Regionalgruppe Wien, in verschiedenen Circular Economy Netzwerken wie dem Circular Economy Club, der Cradle to Cradle NGO, der Experts Group der CSR Consultants oder der Grünen Wirtschaft. Den Austausch auf den verschiedenen Ebenen schätze ich sehr, oft kommt man auch mit weiteren Nachhaltigkeits-Initiativen in Kontakt. Wir sind uns alle einig, dass bisher noch viel zu wenig in Richtung Nachhaltigkeit gedacht und investiert wird. Wenn dann jedoch manche Aktionen schnell als „Greenwashing“ bezeichnet werden, ärgere ich mich. Denn ich glaube, dass dieser Begriff keinem weiterhilft, im Gegenteil nur Schaden anrichtet.

InnoDays – Online Hackathon mit innovativen Ideen

Bereits im letzten Jahr war ich bei den InnoDays in Wien als Mentor für die Teams dabei. An die beeindruckende Energie der Teilnehmer kann ich mich noch gut erinnern. Bei den InnoDays geht es, wie bei anderen Hackathons auch, darum, in 48 Stunden von einer Idee zu einem Prototypen zu kommen. Unternehmen bringen ihre Challenges und erhalten durch Teams von Studierenden und  jungen Innovatoren frische Lösungsansätze. Im letzten Jahr war ich in Wien dabei, als es um Circular Economy ging. In diesem Jahr war der erste online Event in USA, Asien und Europa zum Thema Micromobility und Social Equity.

Circular Cities Week in Wien – Ergebnisse veröffentlicht

Es hat etwas gedauert, bis  die Zusammenfassung der Circular Cities Week von November 2019 durch den Circular Economy Club veröffentlicht wurde. Umso mehr freuen wir uns, dass die Ergebnisse unseres Events in Wien ebenfalls Teil der Dokumentation sind.  Gerne denken wir an die Woche zurück, als es neben unserem Hauptevent auch Veranstaltung zur Standup Innovation von Alchemia Nova gab und weitere lokale Events, um auf die Möglichkeiten der Circular Economy aufmerksam zu machen.

Gemeinwohl-Ökonomie für zukunftssichere Organisationen

Die letzten Wochen habe ich mich intensiv mit der Gemeinwohl-Ökonomie beschäftigt. Mit jedem Gespräch, dass ich mit Menschen aus dem Umfeld führe, steigt meine Überzeugung, dass eine Wirtschaft auf Basis dieser Denkweisen ein guter Weg für die Zukunft ist – um gemeinsam, mit Freude und Berücksichtigung der Umwelt wirtschaften zu können. Genau das, was Nachhaltigkeit auszeichnet. Was waren die Fragen, die ich mir gestellt habe?

Muss die Wirtschaft ständig wachsen? Ist es richtig, dass Konzerne immer mehr Gewinn machen müssen, um ihren Börsenwert zu steigern oder zu halten? Und das Entlassen von Menschen dazu führt, dass die Kurse steigen? Wie funktioniert „gute“ Arbeit? Sollte Wirtschaft nicht dazu dienen, unsere Bedürfnisse als Menschen zu erfüllen? Uns zu ernähren, unser Leben zu erleichtern, uns entwickeln zu können, und das ganze nachhaltig? Ohne die Umwelt zu zerstören und auszubeuten?

Nachhaltiges Projektmanagement bringt Circular Economy ans Leben

Seit dem Start von proSense geht es uns darum, nachhaltige Strategien ans Leben zu bringen. Viele dieser neuen Arbeits- und Denkweisen bedeuten eine Veränderung, einen „Change“ für die Organisation. Bei Umstellungen auf kreislauforientierte Lösungen im Sinne einer Circular Economy ist dies besonders relevant. Denn die gesamte Umstellung geht nicht von heute auf morgen, sondern erfolgt in mehreren Schritten. Fast alle Bereiche im Unternehmen sind davon betroffen und müssen einbezogen werden. Neue Prozesse sind erforderlich, aktuelle werden überprüft und angepasst. Und das ist wohl auch einer der Gründe, warum so viele Unternehmen die Umstellung nicht angehen. Denn die Herausforderung wird als zu groß angesehen, und es gibt so viele andere Themen, die gerade angegangen werden.

Warum ist der Gemeinwohlökonomie-Gedanke für Circular Economy so wichtig?

Wenn wir über Circular Economy und Kreislauf-Ansätze generell lesen und uns damit befassen, wird ein Punkt schnell klar. Eine „Closed Loop“ Lösung für ein Unternehmen, das versucht, die eigenen Produkte und Materialien immer wieder zu verwerten, führt nur schwer zum Erfolg. Denn die gesamte Kreislauf-Wertschöpfungskette im Griff zu behalten, überfordert die Organisation. Allerdings stelle ich oft fest, dass die Notwendigkeit zur intensiven Kooperation mit den Partnern innerhalb dieser Wertschöpfung viele Unternehmen auch überfordert.