Selbst zirkulär werden – Circular Economy Denke im Unternehmen starten

Viele Unternehmen sind wesentlich zirkulärer unterwegs als sie denken. Das Denken in Kreisläufen ist jedoch nicht verbreitet. Daher sind Kreislauflösungen oft unternehmensintern nicht bekannt oder werden nicht bewusst als eigenes Geschäftsmodell entwickelt. Der Circular Economy Workshop hilft uns, dieses Denken zu fördern.

„Zufällig zirkulär“

Am Beispiel eines Maschinenbauunternehmens zeigt sich, wie es in der Praxis mit zirkulären Modellen läuft: Ein Mitarbeiter der Produktion stellte die Frage, ob nicht auch bereits gebrauchte Maschinen verkauft werden können, die in der Wiederaufbereitung wesentlich weniger Ressourcen und Aufwand verbrauchen als diese komplett neu zu bauen. Er bekommt die Aufgabe, dies zu evaluieren und testen. Mittlerweile ist der Bereich ein eigener Geschäftszweig geworden.

Eine Circular Value Chain wurde aufgebaut, Logistik-Partner und andere Dienstleister mit eingebunden. Das spart Ressourcen und erfordert neue Fähigkeiten, die eine Bereicherung des Arbeitsfelds in der Produktion darstellen. Die Notwendigkeit zur einfachen und schnellen Reparatur, dem Ermöglichen eines „Upgrades“ auf neuere Technologien und IT-Plattformen sowie die Erkenntnis, welche Teile bei der Nutzung der Maschine besonders gefordert werden, sind wertvolle Informationen für den Design-Prozess. Und so schließt sich intern ein Kreis. Das Unternehmen ist um ein neues Geschäftsfeld reicher, die Kooperation im Unternehmen erhöht sich. Kundenbedürfnisse werden weiterhin erfüllt, auf Wunsch kann die Maschine geliehen, geleast oder mit Rückgabevereinbarung gekauft werden. Die Idee führte zum Erfolg für das Unternehmen. Allerdings eher als Zufall und dank eines Mitarbeiters, der beharrlich war.

Bewusst die Zirkularität anstreben

Besser und vielversprechender ist es, diese Ideen zur Zirkularität bewusst zu sammeln und ein Portfolio an Maßnahmen zur Umsetzung zu erarbeiten. Es gilt, Projekte aufzusetzen und gezielt neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ein Workshop anhand des erprobten Circular Economy Toolkit macht immer Spaß. Wir überlegen mit dem Unternehmen gemeinsam, welche Aspekte untersucht werden sollen und bringen eine heterogene und interdisziplinäre Gruppe an Menschen zusammen. Wir benötigen unterschiedliche Blickwinkel mit Menschen, die den Blickwinkel der Nutzer, der Herstellung und der Partner innerhalb der Wertschöpfungskette. Innerhalb kürzester Zeit sprießen die Ideen, die zunächst teils absurd und nicht machbar erscheinen.

Diese „das geht nicht“-Haltung wird jedoch schnell aufgegeben, wenn wir überlegen, wie es gehen könnte. Da sind wir schnell beim systemischen Gedanken – „was müsste passieren, damit es geht“ ist immer die beste Frage. „Naja, wenn wir …machen würden, dann wäre es schon denkbar, aber das geht ja nicht, weil…“. Und schon befinden wir uns im Feld der Annahmen, die es zu hinterfragen gilt. Davon haben wir sehr viele – diese offenzulegen ist ein erster großer Wert des Workshops, der teils auf das Tagesgeschäft wirken kann. Denn plötzlich bekomme ich die 2 Stunden täglich, die ich benötige, um das Geschäftsmodell zu verfeinern, und ein Team aus verschiedenen Bereichen, die mir Feedback geben. Oder die Möglichkeit, auf dem Kunden-Event eine Idee vorzustellen und Feedback zu sammeln.

Aus jedem Workshop lassen sich so 3-5 Ideen priorisieren, die weiterverfolgt werden. Für den Erfolg haben wireinige Erfolgsfaktoren zusammengestellt, die Ihnen helfen können, das Denken in Kreisläufen zu einem Standard im Unternehmen werden zu lassen.