1 Tag Schulung für die PM-Methode des Unternehmens – sinnvoll investierte Zeit

Das fanden alle Teilnehmer der heutigen Veranstaltung, die ich für einen meiner Kunden halten durfte. Von Montag – Mittwoch hatte ich eine größere Gruppe aus dem ganzen Konzern im Projektmanagement allgemein geschult. Viele Aha-Effekte gab es da schon: „I should have done this course last year before I started my project – it would have saved me a lot of time“ war die Aussage eines der internationalen Teilnehmer. Heute ging es konkret um die Umsetzung des Projektmanagements im eigenen Unternehmen – und es war sehr gut, dass wir auf dem Grundlagenwissen aufsetzen konnten.

Denn der Teilnehmer, der hauptsächlich aufgrund seines Fachwissens zum Projektleiter gemacht worden war, war auch heute dabei und hat jetzt verstanden, wie in seinem Unternehmen Projektmanagement gelebt werden soll. Und dass er eigentlich noch jemanden gebraucht hätte, der das Projektmanagement für ihn übernimmt. Denn ihm ging es wie vielen, die aufrund ihres Fach-Know-hows ein Projekt übernehmen – sie bekommen kaum Informationen, was von ihnen erwartet wird. Doch jetzt ist er einer der Wissensträger und Botschafter der Methode. Er wird aktiv dafür werben, dass jeder, der ein Projekt durchführt, zunächst durch die Methodenschulung laufen sollte.

Mir gefällt es, wie das Unternehmen die Prozesse eingerichtet hat. Es gibt klare Regeln zu den Rollen und Verantwortlichkeiten – vom Auftraggeber über das Project Board zum Projektleiter. Die Prozesse mit den wichtigsten Phasen sind beschrieben und ins Portfoliomanagement eingebunden. Dazu gibt es mehrere Freigaben, die anhand von Checklisten durch den Projektleiter vorbereitet werden können. Ein gute Sache, denn das gibt dem Projektleiter mehr Sicherheit. Was einmal freigegeben wurde, kann nämlich nicht so leicht wieder rückgängig gemacht werden. Dazu wurde ein Change Control Prozess eingerichtet, der den Weg von einer „roten Ampel“ zum geänderten Projektauftrag beschreibt. Und der Ampelstatus ist ebenfalls definiert, genauso wie die Inhalte des Projektauftrags. Das hört sich gut an und wurde von den Teilnehmern auch gelobt – jetzt heißt es, diese Prozesse in der Praxis zu nutzen und die Rollen zu leben. Das wird oft schwieriger.

Doch ich denke, dieser Kunde ist gut aufgestellt, so dass die Teilnehmer nicht nur die Schulungsinhalte, sondern viel Nutzen für die praktische Anwendung mitnehmen konnten. Das sind Trainings, die sinnvoll sind und den Teilnehmer konkret für die tägliche Arbeit helfen können. Trainings, wie proSense sie als wertvoll betrachtet.