EUvsVIRUS Hackathon – Wie komme ich zu schnellen Prototypen?

Letztes Wochenende war ich beim Innovations-Hackathon EUvsVIRUS als Mentor für 10 Teams dabei. Es ging darum, Lösungen für die COVID19 Problematik auf verschiedenen Ebenen zu finden. Wir waren im Rahmen der Challenge „Business Continuity – New and resilient business models“ eingesetzt. Insgesamt war es eine beeindruckende Erfahrung für mich, nicht zuletzt durch die Menschen, mit denen ich arbeiten durfte.

„Greenwashing“-Vorwurf trifft oft die Falschen

Ich bin in verschiedenen Netzwerken aktiv, bei denen es um nachhaltiges Wirtschaften geht. Ob bei den Gemeinwohlökonomie Beratern oder der Regionalgruppe Wien, in verschiedenen Circular Economy Netzwerken wie dem Circular Economy Club, der Cradle to Cradle NGO, der Experts Group der CSR Consultants oder der Grünen Wirtschaft. Den Austausch auf den verschiedenen Ebenen schätze ich sehr, oft kommt man auch mit weiteren Nachhaltigkeits-Initiativen in Kontakt. Wir sind uns alle einig, dass bisher noch viel zu wenig in Richtung Nachhaltigkeit gedacht und investiert wird. Wenn dann jedoch manche Aktionen schnell als „Greenwashing“ bezeichnet werden, ärgere ich mich. Denn ich glaube, dass dieser Begriff keinem weiterhilft, im Gegenteil nur Schaden anrichtet.

Gemeinwohl-Ökonomie für zukunftssichere Organisationen

Die letzten Wochen habe ich mich intensiv mit der Gemeinwohl-Ökonomie beschäftigt. Mit jedem Gespräch, dass ich mit Menschen aus dem Umfeld führe, steigt meine Überzeugung, dass eine Wirtschaft auf Basis dieser Denkweisen ein guter Weg für die Zukunft ist – um gemeinsam, mit Freude und Berücksichtigung der Umwelt wirtschaften zu können. Genau das, was Nachhaltigkeit auszeichnet. Was waren die Fragen, die ich mir gestellt habe?

Muss die Wirtschaft ständig wachsen? Ist es richtig, dass Konzerne immer mehr Gewinn machen müssen, um ihren Börsenwert zu steigern oder zu halten? Und das Entlassen von Menschen dazu führt, dass die Kurse steigen? Wie funktioniert „gute“ Arbeit? Sollte Wirtschaft nicht dazu dienen, unsere Bedürfnisse als Menschen zu erfüllen? Uns zu ernähren, unser Leben zu erleichtern, uns entwickeln zu können, und das ganze nachhaltig? Ohne die Umwelt zu zerstören und auszubeuten?

Wie funktioniert Circular Economy? Erklärt am Beispiel einer Küche.

Letztes Jahr habe ich gesehen, dass Ikea über die Circular Economy nachdenkt – und ich denke, es ist dringend nötig, dabei nicht nur nach einer besseren Verwendung für die Materialien zu schauen, sondern neue Denkweisen einzuführen. Beim Gespräch mit meinem Vermieter fiel mir wieder mal auf, wie absurd unser Umgang mit Küchen in Deutschland ist. Sehr oft ist die Küche beim Umzug ein Thema. Die aktuelle Küche muss raus, der neue Mieter muss eine neue Küche einbauen – oder die Abstandszahlung mit dem Altmieter verhandeln. Viel Müll wird dabei produziert. Meine schwedische Kollegin war in Deutschland überrascht, als sie mit dieser Herausforderung konfrontiert wurde. In Schweden ist es wohl Standard, dass die Küche in der Wohnung verbleibt und man als Mieter die Wohnung inkl. Küche übernimmt. Eigentich sinnvoll. Und das gibt es auch in Deutschland, z.B. in meiner aktuellen Wohnung. Aber…